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"Wir sind jetzt fertig, super!" Groß war die Freude bei Robin Waterstrat am Sonntagvormittag in der Eingangshalle der Kitzinger Berufsschule. Er und 19 weitere Auszubildende des Schreinerberufs hatten aus den Händen von Innungsobermeister Willi Wehr gerade ihre Gesellenbriefe erhalten und somit ihre Berufsausbildung beendet.
Dies hatte ihnen eine gute Stunde vorher auch der Innungsobermeister bestätigt: "Heute fällt der äußere Zwang des Lernens für Sie weg." Mit dem Abschluss der Prüfung und dem Empfang der Gesellenbriefe ende ein "Abschnitt der praktischen und theoretischen Vorbereitung auf einen ganz bestimmten Beruf".
Vor der sehr gut besuchten Versammlung machte Wehr den Junggesellen deutlich, dass zwar die Lehrzeit, nicht aber die Lernzeit vorbei sei. Können und Wissen wurde den Lehrlingen im Rahmen der Prüfung zwar bestätigt, im Grunde aber ende das Lernen nie. "Erst jahrelange Übung im Beruf wird aus Ihnen erfolgreiche und begehrte Handwerker machen."
"Heute fällt der äußere Zwang des Lernens für Sie weg"
Willi Wehr Innungsobermeister
"Lernen Sie", so der Appell des Kreishandwerksmeisters Wehr an die Absolventen, "sich aus Kräften weiter zu bilden, dann wir der berufliche Erfolg nicht ausbleiben."
Einen kleinen Widerstreit hatte Wehr anschließend mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Otto Hünnerkopf, der in seinem Grußwort angesichts der Gesellenstücke die Verbindung des Schreinerhandwerks mit der Kunst zog: "Künstler sind wir nicht", so die Antwort Wehrs, die in der Versammlung nicht auf ungeteilte Meinung fiel.
Hünnerkopf hatte den Reigen der Grußworte eröffnet; als Vertreter des Landkreises stellte Lothar Voltz fest: "Wir wissen diesen Beruf zu schätzen." Kitzingens Oberbürgermeister appellierte angesichts der Tatsache, dass nicht alle Ausbildungswilligen auch einen Ausbildungsplatz in einem Betrieb bekommen, an den Freistaat, genügend Berufsfachschulen zur Verfügung zu stellen.
Handelskammervize-Präsident Josef Berthold erinnerte die Handwerker an die Gegebenheit: "Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir unsere Stärken herausstellen." Und Schulleiter Bruno Buchen stellte angesichts der Leistungen der Absolventen fest: "Unsere Berufsschule schneidet im Landesvergleich sehr gut ab."
Als Prüfungsbeste wurden ausgezeichnet: Christian Gebert aus Wiesenbronn, Reimund Höhn aus Albertshofen und Mathias Ackermann aus Greuth.
Die weiteren Junggesellen des Schreinerhandwerks: Markus Appel (Obernbreit), Marcus Auinger (Zell), Anton Back (Schwarzach), Thomas Beck (Schwarzach), Armin Böhm (Markt Einersheim), Julian Büttner (Astheim), Michael Heck (Tauberrettersheim), Marcel Knöchel (Seinsheim), Bernd Lindner (Rüdenhausen), Patrick Pietzko (Dettelbach), Alexander Rimer (Altenschönbach), Christian Schäfer (Kitzingen), Thomas Stierkorb (Bieberehren), Nadine Wagner (Gnodstadt), Robin Waterstrat (Fröhstockheim), Maria Weber (Albertshofen), Michael Wratil (Kitzingen).
Beim anschließenden Stehempfang wurden knusprige Laugen,- Käse und Schinkenstängchen sowie leckere gefüllte Minicroissants aus unserer Bäckerei gereicht 
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